| Pferde
sind Kräuterliebhaber
In
Kräutern steckt eine Vielzahl von natürlichen
Inhaltsstoffen welche das Pferd braucht. Das wussten
schon die alten Stall- und Rittmeister aus der Antike und behandelten
ihre Pferde mit auserlesenen Kräutern. Ob ein Husten in
Anmarsch war oder die Verdauung schlapp machte, bei vielen Beschwerden
waren die passenden Kräuter schnell gefunden.
Pferde
sind perfekte Kräutersammler und wissen von Natur
aus was ihnen gut tut. Da unsere Wiesen heutzutage zuwenig vielfältig
sind und die Pferde sich nicht in einer intakten Naut bewegen
wo sie sich ihre Kräuter selber zusammesuchen können,
is es wichtig sie mit den benötigten Vitaminen
und Spurenelementen zu versorgen.
Überblick
Pferde Kräuter und deren Wirkung:
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Anis
(Pimpinella anisum)
Anis gilt als schleimlösendes und auswurfförderndes
Mittel. So sind Anisfrüchte häufig als Bestandteil
von Hustentees anzutreffen. Das ätherische Anisöl
findet sich in vielen Hustenmitteln. Weiterhin ist Anis
für seine krampflösende und blähungstreibende
Wirkung bekannt. In Indien ist es üblich, Aniskörner
nach dem Essen zu kauen. Hier kommt neben der verdauungsfördernden
Wirkung auch die antibakterielle Wirkung
auf Zähne und Zahnfleisch zum tragen. In der Volksheilkunde
zählt Anis weiterhin zu den Heilpflanzen, die die
Milchsekretion fördern sollen.
Standort:
Anis bevorzugt warme, mässig feuchte, windgeschützte
Standorte und leichte bis mittelschwere kalkhaltige Böden.
Wird heute häufig angebaut und kommt gelegnentlich
verwildert vor. |
Bockshornklee:
Seine Samen sind eine geballte Nährstoffladung. Sie setzen
sich aus Kohlenhydraten mit vielen Ballaststoffen und Schleimstoffen,
Eiweiss und hochwertigen Fetten zusammen. Bemerkenswert für
die Samen sind der ungewöhnlich hohe Vitamin C-Gehalt (200
mg/100 g) und weitere wichtige Inhaltsstoffe wie verschiedene
Enzyme, essentielle Aminosäuren (z.B. viel Lysin), Cholin,
Vitamin E, beta-Carotin, Mineralstoffe wie Kupfer, Saponine,
Flavonoide und ein hoher Gehalt an ätherischen Ölen.
Braunalgen
Bei Infektionen, Erschöpfungssyndromen oder Gelenkschmerzen
wirken sie aufbauend und abwehrstärkend. Die positive Wirkung
der Algen wird zu einem grossen Teil auf die unverdaulichen
Alginate zurückgeführt. Sie haben entgiftende Wirkung.
Zum Beispiel können sie Schadstoffe im Darm abfangen und
binden, die dann mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Zum anderen
tragen die Vitamine, Pigmente, Spurenelemente und Mineralien
zur Regeneration bei.
Brennessel
Stimuliert die Verdauungsdrüsen (in Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse,
Leber, Galle) und hat zudem eine milchbildende, blutzuckersenkende,
entgiftende und stoffwechselanregende Wirkung, enthält
beachtliche Wirkstoffe wie: Chlorophyll, Histamin, Gallus-,
Gerb- und Ameisensäure, Glukokinin, Acetylcholin, Vitamin
A und E, Mineralsalze wie Eisen (blutbildend), Magnesium, Silizium,
Natrium, Kalzium und Phosphor. Pflanzliche Hormone als Phyto-
oder Biostimulantien, sowie viele Enzyme. Sie reinigt den ganzen
Organismus von Schlackenstoffen und entgiftet, wirkt blutreinigend,
stoffwechselfördernd, haarwuchsfördernd, ist gegen
Harnwegserkrankungen und Rheumatismus.
Eibischwurzel
Reizmilderung der Schleimhäute im Mund und Rachenraum,
bei trockenem Reizhusten. Eibischwurzel enthält bis 10%
und mehr Schleimstoffe, hilft gegen Bronchitis, Durchfall, Husten,
Luftröhren- und Halsentzündungen, Magen- und Darmschleimhaut-Entzündungen.
Fenchel
Löst Krämpfe und Blähungen, sowie den Auswurf
bei Bronchitis, die ätherischen Öle (wie Anethol,
Estragol), Flavonoide (wie Rutin), sind krampflösend, entzündungshemmend
und harntreibend.
Flohsamen
Die Früchte südlicher Wegerich-Arten, sind vor allem
als volksmedizinisches Mittel gegen Verstopfung bekannt. Sie
enthalten Schleimstoffe, die im Darm aufquellen und so dessen
Tätigkeit auf milde Weise anregen.
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Goldrute
(Solidago virgaurea)
Unsere stärkste Nierenpflanze, Diuretikum (Förderung
der Harnausscheidung), bei Wasseransammlung im Körper
(Ödeme), Steine in Niere und Blase, Infektion der
Harnwege, fördert die Ausschwemmung von Harn- und
Giftstoffen, Eiweiss im Urin, baut Nierengewebe auch auf
und kräftigt es, innerlich wirkt sie gegen Rheumatismus.
Standort:
sonnig bis halbschattig, lockere, tiefgründige,,
kalkhaltige Böden, häfig an Waldrändern
und auf Kahlschlägen |
Hagebutte
Durch ihren enormen Vitamin C Gehalt bewirkt die Hagebutte eine
Steigerung der Abwehrkräfte; Besonders bei Infektionskrankheiten,
wirkt anregend auf unsere Widerstandskräfte bei Erkältungen
und bei der Genesung nach Krankheiten, die blutreinigende Kraft
verspricht Besserung bei Gicht und Rheuma.
Hopfen
Seit Jahrhunderten wird Hopfen für die Bierherstellung
angebaut. Im Mittelalter erkannte man die beruhigende Wirkung.
Paracelsus rühmte schon früh die schlaffördernde
Eigenschaft. Dies bewirken Wirkstoffe wie Lupulon, Humulon,
Linalool, äth. Oele, Labolit, Harze, Gerbstoffe, Hopfenbittersäure,
sowie östrogenartige Pflanzenhormone. Zusammenfassend kann
gesagt werden, dass Hopfen ruhig und besonnen macht. Anzuwenden
bei Schlaflosigkeit, Nervosität, nervöse Magenbeschwerden,
Blähungen, allg. Krämpfe bei Nieren- Blasenleiden
(da harntreibend).
Johanniskraut
Das echte Johanniskraut wurde schon im Altertum gegen viele
Krankheiten eingesetzt. Wie man heute weiss sind viele Krankheiten
psychisch bedingt und gerade deshalb wird Johanniskraut so erfolgreich
eingesetzt. Es ist aber auch wundheilend, schmerzstillend, beruhigend,
nervenstärkend, energiespendend, krampflösend, blutreinigend,
stimmungsaufhellend und erfrischend. Johanniskraut kann bei
psychovegetativen Störungen ohne organische Ursache und
nervöser Unruhe eingesetzt werden. Anzuwenden bei Stoffwechselstörungen,
Sauerstoffarmut, neurotische Depressionen, nervöse Erschöpfung,
Schlafstörungen, Melancholie, Hysterie, Ueberarbeitung,
Koliken, Blutergüssen, Quetschungen, Rheumatismus, Narbenschmerzen.
Klettwurz
Hat eine positive Wirkung bei Gicht- und rheumabedingten Bewegungsstörungen,
wird auch bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt eingesetzt.
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Kümmel
(Carum carvi)
Das ätherische Kümmelöl regt die Magensaftsekretion
an und fördert so die Verdauung. Ausserdem wirkt
er krampflösend und blähungswidrig.
Traditionell gilt Kümmeltee auch als Mittel, welches
die Milchbildung bei stillenden Müttern anregt.
Standort:
Kümmel ist in Europa, Zentralasien und Afrika beheimatet.
Die Kümmelpflanze ist recht anspruchslos, gedeiht
aber am besten auf tiefgründigen, humosen, kalkhaltigen
Böden an sonnigen Standorten. |
Leinsaat
Enthält hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren,
in gequollener Form vorzüglich bei Reizung der Darmschleimhäute.
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Löwenzahn
(Taraxacum officinale)
Wie viele Frühlingspflanzen hat der Löwenzahn
eine ausgeprägte blutreinigende Kraft,
regt sämtliche Verdauungsorgane und Niere und Blase
an, dadurch werden alte Schlacken ausgeschieden. Wirkt
auch gegen chronische Gelenkerkrankungen,
chronische Hautleiden, chronisches Rheuma, Leber- und
Gallenleiden, Nierensteine, Wassersucht.
Standort:
am liebsten sonnig, nährstoffreiche, humose Böden,
gedeiht häufig auf gedüngten Wiesen und Weiden,
anspruchslose Pflanze |
Luzerne
Alfalfa (arabisch = "Vater aller Nahrungsmittel")
ist die mineral- und nährstoffsreichste Pflanze, die an
Land wächst, reich an Mineralien wie Kalzium, Magnesium,
Phosphor und Kalium, es enthält die Vitamine A, D, E, B6
und K.. ausserdem eine Fülle an Carotin, Chlorophyll (der
Sonnenschein in den Pflanzen) und 8 wichtige Enzyme. Luzerne
neutralisiert den PH-Wert des Körpers, hilft ihn zu reinigen,
speziell die Leber, unterstützt den Ausgleich von Protein
und Kalzium, sorgt für die optimale Aufnahme von Nährstoffen
und hilft dem Körper Infektionen zu bekämpfen.
Malvenblüten
Gegen Bronchitis, Ekzeme, Hautentzündungen, Kehlkopf- und
Stimmbänderentzündungen, Magen- und Darmschleimhaut-Entzündungen,
Mund- und Rachen- Entzündungen. Wirkt entzündungshemmend
im Rachenraum und in den Atemwegen.
Massliebchen
Hilft bei Reizung der Schleimhäute und des Magen- Darmkanals.
Melissenblätter
Traditionell wird Melisse zur Linderung von Unruhezuständen,
nervös bedingten Einschlafstörungen und Verdauungsbeschwerden
verwendet.
Passionsblumenkraut
Die Passionsblume wird seit langer Zeit zur Linderung von nervösen
Unruhezuständen geschätzt und ist in der Standardzulassung
für dieses Anwendungsgebiet ausgewiesen. Die Einnahme von
Passionsblumenkraut übt eine beruhigende Wirkung auf die
Psyche aus und führt zu einem Rückgang stressbedingter
Symptome nervöser Unruhezustände.
Pfefferminze
Wirkt anregend bei Schwäche, entzündungshemmend, keimtötend,
galletreibend, krampflösend, schmerzstillend, gegen Blähungen,
Durchfall, Gallenbeschwerden, Magenschmerzen, Übelkeit,
Brechreiz, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten.
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Rotklee
(Trifolium pratense)
Rotklee enthält hochwirksame Phytoöstrogene.
Diese haben sich als hilfreich bei der Vorbeugung von
Gefässerkrankungen, zur Linderung
allgemeiner Alterserscheinungen und bei der Linderung
von Wechseljahresbeschwerden bewährt. Rotklee macht
zwar nicht jünger, kann aber helfen die Gesundheit
zu stärken und das Wohlbefinden zu verbessern und
ist in jedem Fall eine wertvolle Abwechslung im Speiseplan. |
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Schafgarbe
(Alchemilla millefolium)
Entwickelt eine sehr gute, positive Wirkung bei Problemen
welche das Blutbild treffen. Appetitlosigkeit, Blähungen,
Durchfall, Geschwüre, Gallenkoliken, Verdauungsschwäche,
Wundheilung.
Standort:
sonnig, trocken, häufig vorkommend an Wegrändern,
Äckern, und Ödland, anspruchslos. |
Schlüsselblume
Die erste der Frühlingspflanzen wirkt harn- und schweisstreibend,
hilft bei Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Husten, nervöse
Kopfschmerzen, nervöse Schlaflosigkeit.
Sellerie
Ist reich an B-Vitaminen (vorwiegend B1), wirkt entwässernd
und nervenberuhigend, ausserdem wird ihm eine allgemein stärkende
und blutreinigende Wirkung zugesprochen.
Selleriesamen
Werden gelegentlich bei Gicht und rheumatischen Beschwerden
verwendet, aber auch bei Blasen- und Nierenleiden.
Sonnenhut
(Echinacea)
Die nordamerikanischen Indianer nutzten Sonnenhut gegen Schlangenbisse,
Entzündungen aller Art, Brandwunden, Magenkrämpfe,
und heilten damit Zahn- und Halsschmerzen. Bei uns in Europa
ist er vor allem wegen seines positiven Einflusses auf das Immunsystem
bekannt, das vielfachen Beeinträchtigungen ausgesetzt ist.
Echinacea erhöht die Zahl der weißen Blutkörperchen
und der Milchzellen, aktiviert die Phagozyten (Fresszellen im
Blut), die wiederum krankmachende Bakterien zerstören,
steigert die Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien und
hat eine antibiotische Wirkung. Darüber hinaus stimuliert
Echinacea das Lymphsystem und kann gegen alle Arten von Infektionen
und Entzündungen eingesetzt werden, wirkt bei Abszessen,
Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten, vorbeugend
gegen Infektionen und bei langsam heilenden Wunden.
>
Studie
der ETH Zürich über die Wirksamkeit von Echinacea
(Link)
Spitzwegerich
Hilft gegen Bronchitis, Insektenstiche, Katarrhe der oberen
Luftwege, Magen- und Darmschleimhaut-Entzündungen, Quetschungen,
blutende Wunden. Ist ein altbewährtes (und erfolgreiches!)
Hustenmittel gegen zähen Bronchialkatharr und bei starker
Verschleimung.
Süssholzwurzeln
Reizmildernd, auswurffördernd, hustenlösend, krampf-
und schmerzstillend sowie schleimhautschützend, schützende
Wirkung auf Magen- und Darmschleimhaut.
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Thymian
(Thymus vulgaris)
Stärkt den ganzen Kreislauf und
enthält viel ätherisches Oel (Cymol und Tymol).
Wirkt desinfizierend gegen Bronchitis, Asthma, Erkältungskrankheiten,
Kehlkopfkatharr, Keuch- und Krampfhusten, Verdauungsstörungen,
Infektionen des Nieren-Blasenapparates.
Standort:
sonnig und warm, leichte bis mittelschwere, sandige, kalkhaltige
Böden mit guter Durchlässigkeit. |
Teufelskralle
Die Einheimischen in Südafrika kannten die Pflanze schon
lange und verwendeten die knollenartigen Speicherwurzeln der
Teufelskralle gegen rheumatische Erkrankungen und bei Magen-Darm-Beschwerden.
Als hauptsächliche Inhaltsstoffe fand man Harpagid, Harpagosid,
Procumbid, ein Phytosteringemisch, Triterpene, Flavonide, ungesättigte
Fettsäuren, Zimtsäure und Chlorogensäure. Teufelskralle
kann auch Knorpelsubstanz aufbauen, wirkt daher lindernd bei
Ischias, ist Balsam für die Gelenke und wirkt entzündungshemmend.
Wermuth
Gegen allgemeine Schwäche, Blähungen, Magen- und Gallenbeschwerden,
bei Appetitlosigkeit und Verdauungsproblemen infolge ungenügender
Säureproduktion; enthält viel Bitterstoff.
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